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Die wichtigsten Akteure im Syrienkrieg und ihre Motive

 

Meine Maturaarbeit über den anhaltenden Krieg in Syrien.

 

von Ramona Wakil

Da ich bemerkte, dass viele Menschen in meinem Umfeld bezüglich des Krieges in Syrien sehr verwirrt waren und die verschiedenen Akteure, die in diesem Krieg handelten, gar nicht mehr einordnen konnten, beschloss ich diese Akteure vorzustellen und anschliessend ihre Motive zu erklären. Ich habe die Geschehnisse während dem Arabischen Frühling und auch die Ereignisse in Syrien seit dem Jahre 2011 verfolgt und viele Artikel dazu gelesen.

 

Die Maturaarbeit schrieb ich dann mithilfe von Büchern, von denen es allerdings nicht viele gab, da der Krieg immer noch andauert. Ich habe daher von aktuellen  Zeitungsartikeln und Interviews zitiert. Schlussendlich konnte ich sehr gute Quellen und gut verfasste Texte finden. Das Ziel war es, dem Leser einen Überblick zu verschaffen. Der Leser sollte am Ende einen klaren Kopf über die Geschehnisse, die Medienberichterstattung und die Akteure in diesem Krieg haben. 

 

Beurteilt wurde meine Maturaarbeit von meinem Geschichtslehrer, dessen Hauptkritik darin bestand, dass ich Baschar al-Assad, den syrischen Präsidenten und die russische Intervention zu wenig kritisiert habe. Der Inhalt der Arbeit wurde mit einer 4.25 benotet, was mich sehr enttäuschte, da ich denke, dass die Arbeit nicht nur sehr gut recherchiert ist, sondern auch die Geschehnisse sehr präzise belegt wurden. Dennoch bin ich von dieser Arbeit überzeugt.

 

Selbstverständlich habe ich den Namen meines Lehrers aufgrund vom Persönlichkeitsschutz gelöscht und auch einige Rechtsschreibe- und Grammatikfehler korrigiert. Inhaltlich ist somit alles genau, wie bei der Abgabe. Die Arbeit selbst zählt 29 Seiten (inklusive Quellen usw.) und wenn man dafür bedenkt, dass man im Nachhinein einen komplexen Krieg besser verstehen wird, lohnt es sich diese Arbeit zu lesen.  

 

Zudem möchte ich auf ein Buch hinweisen, dass man gelesen haben muss, sofern man sich für den Syrienkrieg interessiert. "Der schmutzige Krieg gegen Syrien-Washington, Regime Change, Widerstand" vom australischen Ökonom Tim Anderson. Dieses Buch ist sehr interessant und detailliert recherchiert. 


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Kommentare: 2
  • #1

    Basile Radelfinger (Donnerstag, 15 November 2018 20:02)

    Ein sehr interessantes Thema haben Sie sich als Maturaarbeit ausgesucht. Ihre Standpunkte sind sehr kontrovers und entsprechen nicht der veröffentlichten Meinung unserer Leitmedien. Ich hätte das Kapitel 4 ein wenig "unwertender" und "neutraler" geschrieben und persönliche Ansichten und Schlüsse dann im Fazit mehr ausgebaut.
    Habe vor 10 Jahren auch zu einem politischen Thema meine Maturaarbeit geschrieben. Da nicht die übliche Meinung und Linie als Fazit raus kam, war die Note auch Ihrer entsprechend. Habe dann Technik studiert und "beobachte" das ganze jetzt nur noch vom Spielrand aus :-). Trotzdem freut es mich, dass es noch andere selbstständig denkende Menschen gibt.

  • #2

    Peter (Sonntag, 09 Dezember 2018 18:00)

    Eines vorweg: Ich habe nur Ausschnitte aus deiner MA gelesen.

    Aber meine Einschätzung dieser Ausschnitte ist klar:

    1. Du darfst Dich nicht wundern, wenn bei der Bewertung nicht goutiert wird, dass du einige Parteien (der Syrische Präsident kommt ungerechtfertigt gut weg, es hätte gereicht, die Interview-Zitate unbwertet zu lassen) in Schutz nimmst und andere (Westen) verteufelst, auch wenn ich Deine Einschätzung nachvollziehen kann und wohl meist gleicher Meinung bin.

    2. Neutralität und Wissenschaftlichkeit gehen anders. (Wörter wie "Lustig" und "heuchlerisch" haben, egal in welchem Zusammenhang, nichts in einer wissenschaftlichen Arbeit zu suchen, auch wenn sie vielleicht die tatsächliche Situation gut beschreiben.)

    3. Es ist auch sehr fraglich, ob man weite Teile seiner Argumentation auf wenige (in unseren Breitengraden sehr umstrittenen) Quellen aufbauen sollte.

    4. Du hast in deiner Arbeit dennoch sehr interessante und mir noch unbekannte Dinge erwähnt, die in unseren MSM gefehlt haben oder zu wenig gewichtet wurden (wieso auch immer. Ich brauche hier wohl kaum zu erwähnen, was für ein Trauerspiel im Mainstream-"Journalismus" gegenwärtig läuft). Danke dafür!

    5. Wenn Du andere überzeugen willst, musst du sachlicher, genauer und unaufgereter formulieren. (Ich weiss selber, wie schwierig das sein kann.) Nimm dir Daniele Ganser doch diesbezüglich als Vorbild.

    MfG Peter